LBTA
Law-Based Translations
Legal translation between legal systems rarely fails on wording. It fails because a term takes on a different function in the target system. What appears linguistically equivalent is often not legally equivalent. Far from an exception — it's a structural problem.
Your client trusts that the foreign-language version operates the same way the original does. What's decisive isn't the wording — it's the process behind it.
LBTA addresses this problem with a defined process: Binding terminology is set before the translation begins. Jurisdictional risks are identified. AI works as a structured assistant within clearly delineated steps. The translator decides and owns the result.
Drei Grundprinzipien
Eine Regelung entfaltet im Systemwechsel dieselbe rechtliche Funktion und dieselben Rechtsfolgen wie im Ausgangssystem.
Nicht der Wortlaut wird übertragen, sondern die tragfähige Nachbildung der zugrunde liegenden Mechanik.
Begriffe tragen rechtliche Einordnung. Die Wahl der Formulierung richtet sich nach der zutreffenden dogmatischen Zuordnung.
Das Ergebnis ist eine Vertragsfassung, die ihre Rechtswirkung im Zielsystem tatsächlich entfaltet — nicht zufällig, sondern als Ergebnis eines definierten Prozesses.
The language changes. The legal effect doesn't. Not by chance — by design.
Ausgangsbeispiel: „Any transfer of Shares in the Company by a Co-Investor is, except for the provisions of Clause x.x“,
KI-MT Übersetzung: „Jede Übertragung von Geschäftsanteilen an der Gesellschaft durch einen Co-Investor ist, abgesehen von den Bestimmungen der Klausel x.x“,
Fehlinterpretation von „except for“: Die Wendung „except for“ drückt eine Ausnahme zu einer allgemeinen Regel aus. Die Übersetzung „abgesehen von“ kann zwar in bestimmten Kontexten eine ähnliche Bedeutung haben, jedoch fehlt es hier an der Präzision, die für Vertragsdokumente erforderlich ist. Die Formulierung „ausgenommen wie in Klausel x.x“ wäre direkter und klarer, da sie unmissverständlich auf die Ausnahmebedingungen verweist.
Potenzielle rechtliche Auswirkungen: Eine ungenaue Übersetzung von Ausnahmeklauseln kann zu Missverständnissen bezüglich der Vertragsbedingungen führen. Im Rechtskontext ist es von höchster Wichtigkeit, die exakten Bedingungen und Ausnahmen klar und unmissverständlich zu formulieren, um Interpretationsspielräume und mögliche Rechtsstreitigkeiten zu minimieren.
Notwendigkeit der klaren Ausdrucksweise in Vertragsdokumenten: Vertragsdokumente erfordern eine präzise Sprache, um die Rechte und Pflichten der Parteien eindeutig festzulegen. Jede Abweichung von der üblichen Formulierung könnte die Auslegung des Vertragsinhalts beeinflussen und sollte daher vermieden werden.
Die präzise und korrekte Übersetzung von vertraglichen Formulierungen, insbesondere von Ausnahmeklauseln, ist entscheidend, um die beabsichtigte rechtliche Wirkung zu erzielen und mögliche Missverständnisse oder Rechtsunsicherheiten zu vermeiden. Die Wahl der richtigen Präpositionen und Konjunktionen spielt eine entscheidende Rolle bei der Festlegung der Vertragsbedingungen. Übersetzer müssen besondere Sorgfalt walten lassen, um sicherzustellen, dass die Übersetzung den Nuancen und der Präzision des Originaltextes gerecht wird und rechtliche Klarheit gewährleistet.